Die Bodenverhältnisse am linken Niederrhein verlangen eine genaue Verdichtungskontrolle. In Dormagen, gelegen auf der Mittelterrasse des Rheins mit wechselnden Schichten aus Sand, Kies und holozänen Auenlehmen, entscheidet die erreichte Trockendichte über die Langzeitstabilität von Dämmen, Verkehrswegen und Baugrubenverfüllungen. Unsere Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren erfasst den Ist-Zustand direkt auf der Baustelle. Das Verfahren liefert den erforderlichen Verdichtungsgrad nach ZTV E-StB und ist besonders geeignet für grobkörnige, gemischtkörnige und bindige Böden, wie sie entlang der B9 zwischen Dormagen-Mitte und Zons oder im Chempark-Umfeld angetroffen werden. Ergänzend zum Sandkegelversuch setzen wir bei Feinkornböden auch den Plattendruckversuch ein, um das Verformungsverhalten unter dynamischer Last zu prüfen. Die Auswertung im mobilen Labor ermöglicht eine schnelle Rückmeldung an die Kolonne – ein entscheidender Vorteil bei straffen Einbauterminen im Tiefbau.
Ein Sandkegelversuch in Dormagener Rheinsanden braucht trockenen Kalibriersand – schon geringe Feuchte verfälscht das Einrieselverhalten und führt zu falschen Dichtewerten.
Leistungsmerkmale in Dormagen

Risiken und Überlegungen in Dormagen
Auf einer Baustelle nahe dem Silbersee wurde eine Sand-Kies-Tragschicht unter einer geplanten Hallenbodenplatte mit nur 93 % Verdichtungsgrad beanstandet – die spätere Nutzlast von Gabelstaplern hätte zu differentiellen Setzungen geführt. Der Befund durch die Felddichtebestimmung war eindeutig und führte zur Nachverdichtung der betroffenen Fläche. In Dormagen unterschätzen viele Bauherren die Sensitivität der örtlichen Auenlehme: Diese bindigen Zwischenschichten reagieren stark auf Wassergehaltsänderungen. Ein zu nasser Einbau erzeugt scheinbar hohe Dichten, die nach Austrocknung schrumpfen und Hohlräume hinterlassen. Ein zu trockener Einbau wiederum verhindert die notwendige Kornumlagerung. Das Sandkegelverfahren deckt solche Fehler auf, bevor die nächste Lage aufgebracht wird. Wer die Prüfung auslässt, riskiert Nachbesserungen, die ein Vielfaches der eigentlichen Prüfkosten verschlingen – ganz abgesehen vom Bauzeitverzug, der bei Gewerbeobjekten in Dormagen schnell Vertragsstrafen auslöst.
Unsere Leistungen
Die Felddichtebestimmung ist nie eine isolierte Messung. Sie steht im Kontext der gesamten Qualitätssicherungskette im Erdbau. Unser Labor in der Region kombiniert die Vor-Ort-Prüfung mit ergänzenden Laborversuchen und Beratungsleistungen, die speziell auf die Herausforderungen der Dormagener Böden abgestimmt sind.
Sandkegelversuch nach DIN 18125-2
Klassische Felddichtebestimmung für alle Bodenarten. Inklusive Wassergehaltsbestimmung und Berechnung des Verdichtungsgrades DPr direkt auf der Baustelle. Geeignet für Tragschichten, Dämme und Leitungsgräben im gesamten Stadtgebiet Dormagen.
Kombinierte Dichte- und Tragfähigkeitsprüfung
Sandkegelversuch plus statischer oder dynamischer Plattendruckversuch (Ev2/Evd) in einem Prüfdurchgang. Spart Zeit auf der Baustelle und liefert sowohl den Verdichtungsgrad als auch den Verformungsmodul für das Abnahmeprotokoll.
Baugrundberatung und Proctorkontrolle
Vorabermittlung der Proctordichte im Labor, um den Sollwert für den Sandkegelversuch festzulegen. Beratung bei der Wahl des Verdichtungsgeräts für die anstehenden Rheinsande und Auenlehme in Dormagen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Dormagen?
Für einen einzelnen Sandkegelversuch in Dormagen liegen die Kosten im Bereich von €100 bis €120 pro Prüfpunkt, abhängig von der Anfahrt und der Anzahl der Prüfungen pro Tag. Bei größeren Bauvorhaben mit mehr als zehn Prüfpunkten reduzieren sich die Kosten pro Punkt spürbar. Enthalten sind die Entnahme, die Wassergehaltsbestimmung, die Dichteberechnung und das Prüfprotokoll.
Ab wann ist der Sandkegelversuch dem Plattendruckversuch vorzuziehen?
Der Sandkegelversuch misst direkt die Dichte des eingebauten Bodens und ist daher immer dann die erste Wahl, wenn der Verdichtungsgrad DPr als Vertragsanforderung nachzuweisen ist – typisch für Dämme, Tragschichten und Verfüllungen. Der Plattendruckversuch prüft das Verformungsverhalten und wird zusätzlich eingesetzt, wenn der Boden dynamischen Lasten ausgesetzt ist. In den grobkörnigen Rheinsanden von Dormagen liefert das Sandkegelverfahren besonders reproduzierbare Ergebnisse.
Welche Normen gelten für das Sandkegelverfahren in Deutschland?
Maßgeblich ist die DIN 18125-2, die den Versuchsablauf, die erforderlichen Geräte und die Auswertung detailliert beschreibt. Für Straßenbaumaßnahmen sind die ZTV E-StB zu beachten, die den erforderlichen Verdichtungsgrad festlegen. Unser Labor arbeitet nach diesen Normen und ist nach ISO 17025 akkreditiert, sodass die Prüfprotokolle von allen Bauämtern und Auftraggebern in der Region Dormagen anerkannt werden.
Wie viele Prüfpunkte brauche ich für eine Baugrubenverfüllung?
Die Prüfdichte richtet sich nach dem Bauvolumen und der Bodenart. Als Faustregel gilt ein Prüfpunkt pro 200 bis 500 m³ eingebautem Boden oder pro Lage und 500 m² Fläche. Bei wechselnden Böden, wie sie in Dormagen mit seinen Rheinterrassenablagerungen häufig vorkommen, empfehlen wir eine höhere Prüfdichte, um die Homogenität der Verdichtung sicher nachzuweisen und lokale Schwachstellen früh zu erkennen.