Dormagen
Dormagen, Germany

Schürfgruben (Sondierbohrungen) in Dormagen – Normgerechte Baugrunderkundung nach DIN EN 1997

Die DIN EN 1997-2 verlangt für jedes Bauvorhaben in Dormagen eine belastbare geotechnische Erkundung. Gerade hier, wo der Rhein in der Niederterrasse Kiese und Sande abgelagert hat und in den höheren Lagen Lösslehm ansteht, reichen Annahmen nicht aus. Eine Schürfgrube ist oft der schnellste Weg, um Schichtgrenzen, Auffüllungen und organische Einschlüsse direkt zu identifizieren. Unser Team setzt die Sondierbohrung gezielt dort an, wo die Heterogenität des Untergrunds am größten ist – etwa in den Mischgebieten am Silbersee oder im Chempark-Umfeld. Der Aufwand einer solchen Aufgrabung rechnet sich sofort, wenn Tragfähigkeitsprobleme früh erkannt werden, bevor der Bagger überhaupt anrollt.

Eine Schürfgrube in der Dormagener Rheinebene liefert in wenigen Stunden ein geologisches Abbild, das kein Bohrgerät in dieser Detailtreue wiedergeben kann.

Leistungsmerkmale in Dormagen

Dormagen liegt im Bereich der Niederrheinischen Bucht, einer tektonisch aktiven Senke mit bis zu mehreren hundert Metern mächtigen Lockergesteinsdecken. Die quartären Ablagerungen wechseln hier auf kurzer Distanz: Fein- und Mittelsande des Rheins gehen in Auenlehme über, und in den Randbereichen zur Mittelterrasse findet man oft verfestigte Kieshorizonte. Diese Wechselhaftigkeit macht die punktuelle Bodenaufnahme mit der Schürfgrube so wertvoll. Wir dokumentieren die Schichtenfolge zentimetergenau, entnehmen gestörte und ungestörte Proben und können vor Ort bereits die Lagerungsdichte abschätzen. In Kombination mit einem Plattendruckversuch auf der Grubensohle bekommt der Tragwerksplaner innerhalb eines Tages verlässliche Kennwerte für die Gründungsempfehlung. Für tiefer reichende Fragestellungen ergänzen wir die Aufgrabung durch eine SPT-Bohrung, um auch in größerer Tiefe die Penetrationswiderstände zu messen.
Schürfgruben (Sondierbohrungen) in Dormagen – Normgerechte Baugrunderkundung nach DIN EN 1997
Schürfgruben (Sondierbohrungen) in Dormagen – Normgerechte Baugrunderkundung nach DIN EN 1997
ParameterTypischer Wert
Maximale Erkundungstiefe4,5 m (Standardgerät)
ProbenentnahmeGestört und ungestört (Zylinder)
DokumentationFotodokumentation jeder Schichtgrenze
Zeitbedarf vor Ort4–8 Stunden je Aufschluss
Verdichtungsnachweis auf SohleDynamischer Plattendruckversuch möglich
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475-1
GrundwassererfassungAnschnittstiefe dokumentiert

Demonstration video

Risiken und Überlegungen in Dormagen

Der Einsatz erfolgt mit einem kompakten Schreitbagger oder einem Minibagger mit Schwenkschaufel, je nach Zugänglichkeit des Grundstücks. In den engen Gassen von Zons oder auf Privatgrundstücken mit geringer Durchfahrtsbreite arbeiten wir mit kettengeführten Geräten, die kaum Bodenpressung ausüben. Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt: Eine Schürfgrube in Dormagen sollte nicht unmittelbar nach starkem Niederschlag angelegt werden, weil die Lösslehmböden zum Verschmieren neigen und das Schichtbild verfälschen. Unser Erkundungstrupp stimmt den Einsatztermin mit der Wetterprognose ab und sichert die Grube sofort mit einem Verbau, wenn die Tiefe einen Personeneinstieg erfordert. Die Standsicherheit der Grubenwand wird nach DIN 4124 beurteilt, bevor die erste Probe entnommen wird.

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Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN EN 1997-1:2014-03 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN EN ISO 22475-1 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung: Probenentnahme, DIN 4022-1 – Benennung und Beschreibung von Boden und Fels

Unsere Leistungen

Unser Leistungsspektrum in Dormagen umfasst die mechanische Aufgrabung, die fachgerechte Probenahme und die geotechnische Laboranalyse. Jeder Auftrag wird von einem Ingenieur begleitet.

Schürfgrube mit Probenentnahme

Anlegen einer Aufgrabung bis 4,5 m Tiefe, Schichtenaufnahme nach DIN 4022, Entnahme von Sonderproben für das Erdbaulabor.

Kombinierte Erkundung: Grube + Sondierung

Ergänzung der Schürfgrube durch eine schwere Rammsondierung (DPH) direkt neben der Grube, um den Spitzenwiderstand tiefenabhängig zu erfassen.

Dokumentation und Gründungsberatung

Zusammenstellung aller Feldbefunde in einem geotechnischen Bericht, inklusive Fotolageplan und erster Einschätzung zur Gründungsmöglichkeit.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Schürfgrube in Dormagen?

Für eine normgerechte Schürfgrube mit Bagger, fachtechnischer Begleitung und Dokumentation liegen die Kosten in Dormagen je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €470 und €860. Enthalten sind die Anfahrt, die Schichtenaufnahme sowie die Probenentnahme vor Ort.

Brauche ich für die Schürfgrube eine Genehmigung?

Das hängt vom Standort ab. Auf Privatgrundstücken in Dormagen reicht in der Regel die Zustimmung des Eigentümers. Bei öffentlichem Grund oder in Wasserschutzzonen – etwa nahe der Rheinauen – ist eine Abstimmung mit dem Tiefbauamt oder der Unteren Wasserbehörde nötig. Wir klären das im Vorfeld mit Ihnen.

Welche Bodenarten treten in Dormagen typischerweise auf?

In der Niederterrasse dominieren Sand-Kies-Gemische des Rheins mit eingeschalteten Auenlehmschichten. Auf der Mittelterrasse und in den Ortslagen wie Hackenbroich oder Horrem steht oft Lösslehm an, der bei Wasserzutritt empfindlich reagiert. Die Schürfgrube zeigt Ihnen genau, was unter Ihrer Bodenplatte liegt.

Wie lange dauert es, bis der Bericht vorliegt?

Die Feldarbeit ist an einem Tag abgeschlossen. Den geotechnischen Kurzbericht mit Schichtenverzeichnis und Fotodokumentation erhalten Sie innerhalb von drei bis vier Werktagen. Wenn zusätzliche Laborversuche nötig sind – etwa eine Korngrößenanalyse – verlängert sich die Frist um etwa eine Woche.

Abdeckung in Dormagen